Medienagenda 1. Quartal 2017

Seit der Medienhype um Donald Trump nach dessen Amtseinsetzung im Januar etwas abgeklungen ist, ist in der Auslandsberichterstattung der Schweizer Leitmedien eine stärkere Diversifizierung auszumachen: Getrieben durch die sehr umfassende Thematisierung in den Medien der Suisse romande rangieren die französischen Präsidentschaftswahlen auf Platz 1 der Medienagenda. Auch andere Länder wie die Türkei und Grossbritannien erhalten wieder mehr Aufmerksamkeit. Die Abstimmung über die Unternehmenssteuerreform III und die Rentenreform waren die meist beachteten Themen aus dem Inland.

Erneut Präsidentschaftswahlen an der Spitze der Quartals-Medienagenda

Nachdem die bevorstehenden französischen Präsidentschaftswahlen sowohl im Februar als auch im März das Top-Auslandsthema des Monats waren, rangiert das Ereignis auch an der Spitze der Quartals-Themenhierarchie. Analog dazu waren die US-Wahlen auf Rang 1 der letzten Quartals-Medienagenda 2016 platziert.

Trotz rückläufiger Beachtung im Februar und März bleibt die US-Politik in den Schweizer Medien ein Top-Thema: Das Issue zur Amtseinsetzung von Donald Trump belegt Platz 2 der Quartalsagenda und die umstrittene Migrationspolitik («Muslim ban») folgt auf Rang 9. Auch die Person Donald Trump bleibt im Fokus. Der neue US-Präsident wurde in den analysierten Schweizer Leitmedien zwischen Januar und März über 4600 Mal erwähnt, womit er der meistthematisierte Akteur des Quartals war.

Keine neuen Themen in den Top 20, dafür ein regionales Politik-Issue

Sehr ausführlich wurde im ersten Quartal 2017 über die Staatsratswahlen im Wallis berichtet (Rang 5). Regionale Politikthemen erhalten in der Regel keine solch hohe Medienpräsenz. Die Skandalisierung von CVP-Kandidat Christoph Darbellay im Vorfeld der Wahl sowie die spektakuläre Abwahl von Oskar Freysinger und der Verdacht auf Wahlbetrug durch Unbekannte generierten viel Medienresonanz.

Ungewöhnlich ist, dass keine neuen Themen in den Top 20 des Quartals rangieren. Die ersten drei Monate waren aus Medienperspektive insofern ereignisarm: Katastrophen, Anschläge oder Unglücke spielten in der Berichterstattung eine untergeordnete Rolle. Das Erdbeben von Italien (Rang 32) und der Anschlag von London (Rang 34) sind deutlich ausserhalb der Top 20 platziert.

Gesamten Bericht lesen: Medienagenda 1. Quartal 2017 (PDF, 532 KB)