Analyse zu den Bundesratsersatzwahlen vom 22.9.2010

Mit Ausnahme von Brigit Wyss von der Grünen Partei wurden alle Kandidaten positiv bis sehr positiv bewertet. Simonetta Sommaruga hat nicht nur ein sehr gutes Wahlergebnis im Parlament erzielt, sie war auch in der Medienöffentlichkeit die Kronfavoritin für den vakanten SP-Sitz. Die Berner Konsumentenschützerin war bereits im Vorfeld der Wahlen die am meisten thematisierte und am besten bewertete Kandidatin. Bei der FDP hingegen zeigt sich ein anderes Bild: Karin Keller-Sutter, die als zielstrebige, sprachgewandte und dynamische Vollblutpolitikerin typisiert wurde, lag stärker in der Gunst der Medien als der von der vereinigten Bundesversammlung gekürte Johann Schneider-Ammann. Mit Sommaruga war sie die Kronfavoritin für die vakanten Bundesratssitze. SVP-Nationalrat Jean-François Rime, der es bei Vakanzen in den Schlussgang geschafft hatte, wurde von den Medien ebenfalls als grundsätzlich wählbar taxiert. Das gute Wahl-Ergebnis des SVP-Vertreters korrespondiert also mit einer erheblichen und vergleichsweise wohlwollenden Medienberichterstattung im Vorfeld der Wahlen.

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