laufende Projekte

Die Projektmittel des fög entstammen dem Forschungswettbewerb, Forschungspartnerschaften, der Forschungsförderung der Universität Zürich und von der Kurt Imhof Stiftung für Medienqualität. Sie werden eingesetzt, um nachhaltige Forschungsarbeitsplätze zu schaffen, die Wissensakkumulation ermöglichen.

Abstimmungsmonitor

 

Gefördert durch: Eigenfinanzierung // Laufzeit: (laufend)

Bei den Wahlen und mehr noch bei den Volksabstimmungen zu Referenden und Initiativen zeigt sich im politischen System der Schweiz gewissermassen im Brennglas die Bedeutung einer funktionierenden Öffentlichkeit für die demokratische Selbstbestimmung.

Öffentlichkeit bedeutet dabei primär massenmedial vermittelte Kommunikation. Damit sich die Bürgerinnen und Bürger eine informierte Meinung bilden und ihren Wahl- und Abstimmungsentscheid rational begründen können, muss daher die massenmediale Berichterstattung von guter Qualität sein. Voraussetzung dazu ist, dass die Medien in ihrer Abstimmungsberichterstattung einem breiten Spektrum an relevanten politischen Akteuren und ihren jeweiligen Argumenten Aufmerksamkeit verleihen sowie die Vorlagen und Argumente sachgerecht und einordnend diskutieren. Dies macht die Wahl- und Abstimmungsberichterstattung zu einem ausgezeichneten Untersuchungsgegenstand, um zu erfassen, wie sich der rasche Wandel und die Umbrüche im Mediensystem der Schweiz auf die Vermittlungsleistungen der Medien aller Gattungen auswirken.

Bisher stellt insbesondere das Monitoring der Abstimmungsberichterstattung in der Schweiz eine Lücke dar, obwohl allein auf nationaler Ebene im Durchschnitt zehn Abstimmungsvorlagen jedes Jahr dem Souverän unterbreitet werden. Diese Lücke wollen wir zu füllen versuchen, indem wir mit einem „Abstimmungsmonitor“ diese Berichterstattung systematisch vergleichend, d.h. für verschiedene Vorlagen und für verschiedene Medientypen, analysieren und Themen- und Akteursresonanzen herausarbeiten. Der Monitor ist so konzipiert, dass die Ergebnisse laufend einer interessierten Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden.

Daher werden die Ergebnisse regelhaft während der Debatten über die anstehenden Vorlagen auf der Plattform des fög/UZH veröffentlicht.

BAFU: Evaluation der Kommunikationsleistungen

 

Gefördert durch: BAFU // Laufzeit (Herbst 2018 bis Frühling 2019)

Das BAFU möchte im Rahmen dieses Forschungsprojekts seine Kommunikationsleistungen evaluieren. Dabei ist einerseits die mediale Resonanz der eigenen Veröffentlichungen von Interesse. Andererseits soll untersucht werden, wie das BAFU selbst und die von ihm kommunizierten Themen in der Bevölkerung bzw. unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen wahrgenommen werden. Ein konkreter Gegenstand der Evaluation ist der Umweltbericht 2018. Zu dieser Veröffentlichung werden Nutzerinnen und Nutzer quantitativ und qualitativ befragt.

Das fög hat in diesem Projekt ein umfassendes Evaluationsdesign entwickelt, das sowohl Konzeption und Durchführung der Evaluation mit unterschiedlichen Methoden als auch Auswertung und Reporting umfasst. Das Reporting umfasst konkrete Kennziffern zur Beurteilung der Kommunikationsleistung (KPI, Key Performance Indikatoren), die es erlauben, die Kommunikation langfristig zu evaluieren. Ausserdem werden aus den Ergebnissen anwendungsorientierte Handlungsempfehlungen zur Verbesserung der Kommunikation abgeleitet.

Jahrbuch Qualität der Medien

 

Gefördert durch: Kurt Imhof Stiftung für Medienqualität // Laufzeit: (laufend)

Das Ziel des Jahrbuchs ist die Verbesserung des Qualitätsbewusstseins für die Medien. Die Publikation erscheint durchgängig seit 2010.

Es bildet eine Quelle für Medienschaffende, Akteure aus Politik und Wirtschaft, die Wissenschaft und für alle Interessierten, die sich mit der Entwicklung der Medien und ihren Inhalten auseinandersetzen.

Anstoss für das Jahrbuch ist die Erkenntnis, dass die Qualität der Demokratie von der Qualität medienvermittelter Öffentlichkeit abhängt. Durch das Jahrbuch erhält das Publikum einen Massstab, welchem Journalismus es sich aussetzen will, die Medienmacher erhalten einen Massstab, welchen Journalismus sie produzieren und verantworten wollen, und die Politik erhält Einsicht in die Entwicklung des Medienwesens und in die Ressourcen, die dem Informationsjournalismus in der Schweiz zur Verfügung stehen. Mehr erfahren

MQR - Medienqualitätsrating

 

Gefördert durch: Stifterverein Medienqualität Schweiz // Laufzeit (2016, 2018)

Das fög ist wissenschaftlicher Umsetzungspartner des seit 2016 laufenden Projekts Medienqualitätsrating - MQR. Ziel des Projekts ist es, die Qualitätsentwicklung der Schweizer Medienberichterstattung zu messen.

Bisher erschienen 2016 und 2018 die Bestenlisten der Schweizer Informationsmedien. Das fög ist verantwortlich für die inhaltsanalytisch erfasste Berichterstattungsqualität. Prof. Dr. Diana Ingenhoff (Universität Freiburg) und Dr. Philipp Bachmann (IKMZ) verantworten das Modul der Qualitätswahrnehmung, die mit Hilfe einer repräsentativen Bevölkerungsumfrage gemessen wird.

Diese zweifache Medienqualitätsmessung ist national wie international einmalig. Das Medienqualitätsrating (MQR) analysiert und bewertet die Qualität der 50 reichweitenstärksten Informationsmedien aus der Deutschschweiz und der Suisse romande in den Gattungen Presse, Radio, Fernsehen und Online. Das Rating gibt damit einen Überblick über die bedeutenden Titel und Sendegefässe im Land sowie ihrer Qualität. Es soll eine Orientierungshilfe und eine Aussenreferenz für alle Personen und Institutionen sein, die mit Medien zu tun haben. Und es richtet sich insbesondere auch an die Medienschaffenden selbst.

Zum Bericht MQR-18.

Media Performance and Democracy

 

Gefördert durch: SNF // Laufzeit (2018 bis 2021)

Medien leisten einen unverzichtbaren Beitrag zum Funktionieren der Demokratie: Ein qualitativ hochwertiges publizistisches Angebot ist Grundvoraussetzung für den freien Austausch von Meinungen und Positionen. Durch die Digitalisierung hat sich die Diskussion um Medienqualität intensiviert, denn angesichts der tiefgreifenden Umbrüche auf den Medienmärkten erscheint fraglich, wie Medienqualität dauerhaft sichergestellt werden kann. Dazu braucht es eine umfassende Bestandsaufnahme der demokratischen Performanz von Mediensystemen und der strukturellen Faktoren, die sie beeinflussen. Eine solche steht aber noch aus.

Diese Forschungslücke schließt das Projektvorhaben, eine ländervergleichende Inhaltsanalyse der Medienqualität in Deutschland, Österreich und der Schweiz, deren breit angelegtes Mediensample alle Medientypen umfasst, die für die Information und Meinungsbildung der Bevölkerung relevant sind.

Am Projekt beteiligt sind weitere Partner aus Düsseldorf, Hamburg, Wien und Zürich.
Mithilfe der komparativen Studienanlage kann gezeigt werden, wie sich unterschiedliche strukturelle Faktoren auf der Mikro-, Meso- und Makroebene auf Medieninhalte auswirken. Ergänzt wird diese Betrachtung von Medienqualität durch die Nutzerperspektive: Mithilfe von Mediennutzungsdaten wird geklärt, welche Bevölkerungssegmente faktisch welche Medienqualität rezipieren.
Untersucht wird Medienqualität hierbei anhand von drei zentralen Qualitätsstandards – Relevanz, Pluralität und Deliberation – die sich aus den drei Kernfunktionen der Medien – Legitimation, Forum und Integration – ableiten lassen. In einem integrativen Ansatz werden die inhaltsanalytischen Ergebnisse dieser Qualitätsstandards dabei zusätzlich mit externen Benchmarks verglichen, den Agenden der politischen Parteien und ihren parlamentarischen Aktivitäten. Die Ergebnisse des Projekts sind dabei nicht nur für zentrale kommunikationswissenschaftliche Forschungsbereiche relevant, sondern betreffen ebenso sehr die journalistische Praxis und die Medienpolitik.

ProjektmitarbeiterInnen:

Prof. Dr. Mark Eisenegger

Dr. Linards Udris

Andrea Häuptli M.A.

Kooperationspartner:

Prof. Dr. Birgit Stark (Johannes Gutenberg Universität Mainz)
Miriam Steiner M.A. (Johannes Gutenberg Universität Mainz)
Prof. Dr. Olaf Jandura (Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf)
Prof. Dr. Ralph Weiß (Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf)
PD Dr. Merja Mahrt (Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf)
Prof. Dr. Uwe Hasebrink (Hans-Bredow-Institut für Medienforschung an der Universität Hamburg)
Dr. Sascha Hölig (Hans-Bredow-Institut für Medienforschung an der Universität Hamburg)
Prof. Dr. Otfried Jarren (Universität Zürich)
Dr. Josef Seethaler (Österreichische Akademie der Wissenschaften, Wien)
Prof. Dr. Josef Trappel (Universität Salzburg)
Dr. Melanie Magin (Norwegian University of Science and Technology (NTNU), Trondheim)

Newsup - Tschäggsch Medie?

 

Gefördert durch: Stiftungen, Einzeldonate // Laufzeit (laufend)

Immer mehr Jugendliche koppeln sich von den traditionellen Nachrichten- und Informationsmedien ab. Snapchat, Instagram und Pinterest werden in immer stärkerem Umfang genutzt und bestimmen den Medienkonsum junger Erwachsener. Eine Konsequenz davon ist, dass Informationen und Nachrichten zu Themen aus Politik, Gesellschaft, Wirtschaft oder Kultur vermehrt in den Hintergrund treten, während unterhaltende News an Bedeutung gewinnen.

Durch die vermehrte Nutzung von Softnews über Social Media-Kanäle, bekommen Jugendliche ein Bild ihrer Gesellschaft, das hauptsächlich von Katastrophen, Unglücken, Promi-Stories und Sex & Crime geprägt ist. Gesellschaftspolitische Informationen bleiben auf der Strecke, was mündige politische Partizipation erschwert.

Eine Demokratie lebt aber davon, dass die Bürgerinnen und Bürger gut informiert sind und so ihre demokratischen Rechte auch möglichst gut ausüben können. Die Fähigkeit sich zu informieren muss jedoch erlernt werden und die Jugendlichen dürfen in diesem Prozess nicht alleine gelassen werden.

Mit dem Projekt Newsup - Tschäggsch Medie schafft das fög eine Plattform, welche die Medienkompetenz von Jugendlichen fördert. Es geht dabei nicht um eine technische Medienkompetenz, sondern um eine inhaltliche. Jugendliche sollen in die Lage versetzt werden (enabling) den Wert von professionellen Informationsmedien zu erfassen und für sich zu nutzen.

Drei Aspekte der Medienkompetenz stehen dabei im Zentrum: Sensibilisierung für die Bedeutung von Medien für die Demokratie, Vermittlung von Wissen zu den Schweizer Medien und Schulung eines kritischen Bewusstseins für die heutige Medienwelt.

Jugendliche finden auf der Website zahlreiche zielgruppenspezifisch aufbereitete Hintergrundinfos und Analysen über das Schweizer Medienwesen. Darüber hinaus richtet sich die Website auch an Lehrpersonen. Für die Lehrerschaft werden aktuelle Forschungsresultate zum Schweizer Mediensystem in Form von Skripten und Unterrichtsmaterialien von didaktisch hoher Qualität zur Verfügung gestellt.

Möchten Sie mehr erfahren? Kontaktieren Sie den Projektleiter.

 

Reputationsmonitor Wirtschaft

 

Gefördert durch: Eigenfinanzierung // Laufzeit: (laufend)

Der Reputationsmonitor ist ein Instrument, mit welchem die unternehmens- und sektorspezifischen, medienvermittelten Reputationsdynamiken in der Schweizer Wirtschaft erfasst werden. Der Reputationsmonitor Schweizer Wirtschaft erhebt seit 2004 fortlaufend die Reputation der wichtigsten Schweizer Wirtschaftssektoren auf Basis der einzelnen Unternehmen. Es werden 127 Unternehmen aus 18 Sektoren analysiert.

Der Reputationsmonitor Schweizer Wirtschaft liefert neue Erklärungsmuster und Analysen mit Relevanz für die Bereiche strategische Kommunikation, Marketing und Economic Research.

Strategische Partnerschaft fög / commsLAB

Seit 2004 unterhalten das fög – Forschungsinstitut Öffentlichkeit und Gesellschaft / Universität Zürich und die forschungsbasierte Beratungsfirma commsLAB AG eine strategische Partnerschaft in den Bereichen Reputations- und Issue Management.

Im Rahmen gemeinsamer Projekte gewährleistet das fög die wissenschaftliche Analysekompetenz, während commsLAB die praxis- und umsetzungsorientierte Perspektive miteinbringt, sowie das Reporting und die Beratung verantwortet.

Der Reputationsmonitor Wirtschaft ist ein Projekt, das von dieser langjährigen Partnerschaft getragen und in Kooperation umgesetzt wird.

Mehr Information erhalten Sie hier.

Twitter-Listener

 

Gefördert durch: SNF // Laufzeit (2018-2019)

Die Abteilung «Öffentlichkeit und Gesellschaft» des Instituts für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung (IKMZ) hat in Zusammenarbeit mit dem fög – Forschungsinstitut Öffentlichkeit und Gesellschaft den Zuschlag für ein Forschungsprojekt im Rahmen der Ausschreibung Digital Lives des Schweizerischen National Fonds (SNF) erhalten. Die Ausschreibung Digital Lives fördert Projekte, welche die Auswirkung der Digitalisierung für die Gesellschaft erforschen.

Unter dem Titel «Twitter-Listener: Induktives Themen-Monitoring in der Schweizer Twitter-Sphäre» untersuchen wir die Auswirkungen von Social Media auf die politische Kommunikation in der Schweiz. Ziel des Projekts ist die Entwicklung einer innovativen Methode zur induktiven Erfassung von politischen Themenkarrieren auf Twitter. Die Methode wird während des Wahljahres 2019 erfassen, welche Themen den Wahlkampf prägen und welche User-Gruppen dabei aktiv sind.

Die Antragsteller Mark Eisenegger und Daniel Vogler werden das Projekt in Kooperation mit Adrian Rauchfleisch, Assistant Professor am Graduate Institute of Journalism der National Taiwan University, realisieren.

Mehr Info entnehmen Sie dem Projekt-Poster (PDF, 1355 KB) oder sie kontaktieren uns per E-Mail.

Unternehmen in der Krise

 

gefördert durch: KBA-NotaSys Integrity Fund // Laufzeit (2018-2019)

Das fög setzt in Kooperation mit Prof. Dr. Monika Roth (Hochschule Luzern) ein Forschungsprojekt mit dem Titel: "Unternehmen in der Krise – Einfluss von Krisen- und Compliance-Management auf die Reputation und Integritätswahrnehmung von Unternehmen" um.

Im Auftrag des KBA-NotaSys Integrity Fund wird untersucht, inwiefern ein proaktives und transparentes Handeln in der Krise dazu beiträgt Reputationsschaden vom Unternehmen abzuhalten oder sogar in einen Reputationsvorteil zu verkehren.

Das Projekt verschafft durch seine Systematik neuartige Einsichten zur Frage, wie Unternehmenskrisen durch ein entsprechenden Krisen-, Kommunikations- und Compliance-Management besser gemeistert werden können. Darüber hinaus gibt das Projekt auch Antworten darauf, wie im Kontext von Krisen bei Unternehmen sichergestellt werden kann, dass mit einer offenen und transparenten Kommunikation auf die Krise reagiert werden kann. Insgesamt liefert das Projekt neuartige Einsich-ten zu den Voraussetzungen ethisch korrekten Verhaltens.

Wie können wissenschaftlich fundierte Sachverhalte glaubwürdig, nachhaltig, zielgruppengerecht und zielführend kommuniziert werden?

 

Gefördert durch: BLV // Laufzeit (2019-2021)

Im Herbst 2018 erhielt das fög den Zuschlag für das Forschungs- und Entwicklungsprojekt des BLV mit dem Titel: „Wie können wissenschaftlich fundierte Sachverhalte glaubwürdig, nachhaltig, zielgruppengerecht und zielführend kommuniziert werden?“ Das Ziel des im Rahmen einer WTO-Ausschreibung vergebenen Projekts ist es, eine Toolbox für die effektive und zielgruppengerechte Kommunikation von wissenschaftlichen Informationen zu erstellen, zu testen und in die alltägliche Kommunikationspraxis zu implementieren.

Das Projekt umfasst mehrere Phasen. Zunächst werden der Forschungsstand und bestehende Evaluationsstudien des BLV systematisch ausgewertet. In einer Kommunikationsfeldanalyse wird erforscht, welche anderen Akteure mit welchen Inhalten die öffentliche Kommunikation über die Themen prägen, die für das BLV relevant sind. Dafür werden thematische Diskurse sowohl in Leitmedien als auch in Social Media erfasst. In einer repräsentativen Befragung werden grundlegende Einstellungen zu wissenschaftlichen Sachverhalten und das Informationsverhalten der Schweizer Bevölkerung ermittelt. Einzelne Themenfelder werden dann in qualitativen Zielgruppenerhebungen (verschiedene Bevölkerungsgruppen und Endkonsumenten sowie professionelle Stakeholder) detailliert erforscht. Auf dieser empirischen Grundlage wird die Toolbox entwickelt und bei verschiedenen Zielgruppen getestet, wobei sowohl quantifizierende und qualitativ vertiefende Verfahren zum Einsatz kommen.