Medienberichterstattung über Muslime in der Schweiz

In den Schweizer Medien nehmen Beiträge zu, die Distanz gegenüber Muslimen in der Schweiz erzeugen - ein Ausdruck davon, dass Medien stärker auf die Themen Radikalisierung und Terrorismus fokussieren. Viele Medien differenzieren und sprechen nicht pauschalisierend von "den Muslimen". Doch in 8% aller Beiträge werden Aussagen miteinander verknüpft, in denen Muslime gleichzeitig pauschalisiert und negativ bewertet werden.

Das zeigt eine aktuelle Studie zur Qualität der Medienberichterstattung über Muslime in Medien aus der Deutschschweiz, der Suisse romande und der Svizzera italiana von 2009 bis 2017. Die Qualität der Berichterstattung wurde anhand der Vielfalt bemessen (Vielfalt der thematischen Aspekte, der Akteure und Argumente sowie Vermeidung von Pauschalisierungen) und anhand ihrer Rationalität (sachlicher Berichterstattungsstil und Vermittlung von Hintergrundinformationen). Die im Auftrag der Eidgenössischen Kommission gegen Rassismus (EKR) und mit Unterstützung durch die Stiftung Mercator erstellte Studie liefert auf der Basis einer repräsentativen Stichprobe der Medienberichterstattung Hinweise zu den Leistungen der Medien und benennt Problembereiche.