Reputationsmonitor Politik

Die SVP ist auch 2016 die mit Abstand am häufigsten thematisierte Partei in den Schweizer Leitmedien. Sie wird zwar überwiegend negativ bewertet, verschafft sich aber mit ihren Kernthemen hohe Beachtung.

Die Daten des Reputationsmonitor Politik zeigen, welche Beachtung und Bewertung die Parteien in den Schweizer Leitmedien im Jahr nach den Eidgenössischen Wahlen 2015 erfahren haben. Hier (PDF, 157 KB) geht's zum aktuellen Bericht...

SP legt zu - SVP weiterhin dominant

Die Verteilung der medialen Aufmerksamkeit hat sich 2016 weiter auf die Flügelparteien SVP und SP verlagert. Die SP (+2,8 PP) konnte ihren Anteil ausbauen (vgl. Abb. 1) und überholt damit die FDP (-1,3 PP) im Resonanzranking (vgl. Abb.2).

Mediale Beachtung: Veränderung 2016
Mediale Beachtung: Veränderung 2016
Abb. 1: Mediale Beachtung: Veränderung 2016

Die SVP kann ihren Anteil stabil halten und bleibt die Partei mit der deutlich höchsten Resonanz. Sie erhält mit rund 37% über doppelt so viel Beachtung wie die SP oder die FDP (jeweils knapp 18%) (vgl. Abb. 2).

Mediale Beachtung vs. Wähleranteil
Mediale Beachtung vs. Wähleranteil
Abb. 2: Mediale Beachtung vs. Wähleranteil

Die FDP ist trotz Verlusten die am besten reputierte Partei und wird zusammen mit der SP als einzige Partei insgesamt leicht positiv bewertet (vgl. Bericht). Die SVP verliert deutlich an Reputation, kann sich jedoch mit ihren Kernthemen hohe Beachtung verschaffen. Die Grünen weisen einen stark verbesserten Reputationswert auf.

SVP bewegt am meisten

Auf Facebook können Parteien unabhängig von medialen Gatekeepern Inhalte veröffentlichen. Doch Aufmerksamkeit ist auch auf Social Media ein knappes Gut, das ungleich verteilt ist. Vor allem die SVP erzielt mit ihren Beiträgen viel Nutzeraktivität in Form von Kommentaren (vgl. Abb. 3).

Aktivität Parteien Facebook
Aktivität Parteien Facebook
Abb. 3: Aktivität der Parteien auf Facebook

Die Anzahl Posts sagt jedoch noch wenig über die tatsächliche Reichweite der Beiträge aus. Als eher konservatives Mass dient die Anzahl Kommentare, welche Nutzer auf den Sites der Parteien veröffentlichen (vgl. Abb. 4). Kommentare stellen die Form der Interaktion mit dem höchsten Involvement seitens der Nutzer dar.

 

Nutzer-Kommentare Facebook
Nutzer-Kommentare Facebook
Abb. 4: Nutzer-Kommentare auf Facebook