Managerlöhne im Spiegel der Öffentlichkeit

Managerlohndebatte – Thematisierungsverlauf

Wenn die Abzocker-Initiative im März 2013 zur Abstimmung gelangt, kann das Thema auf eine lange öffentliche Karriere zurück blicken, die ihre Ursprünge lange vor der 2006 lancierten Minder-Initiative nahm.

Was sich zu Beginn des neuen Jahrtausends vor über 10 Jahren unter anderem an der Frage nach dem angemessenen Lohn des damaligen SBB-Chefs Benedikt Weibel entzündete, entwickelte sich insbesondere im Zuge der Finanzkrise 2009/2010 zu einer der wichtigsten, gesellschaftspolitischen Debatten in der medienvermittelten Kommunikation. Dabei hat die öffentliche Auseinandersetzung einige gewichtige Veränderungen erfahren.

Die vormalige Debatte um mehr Lohn-Transparenz hat sich zu einer politischen Auseinandersetzung über geeignete Massnahmen zur Regulierung der Höhe des Lohnes des Top Managements gewandelt. Die mediale Empörungskommunikation ist also einer stärkeren Politisierung gewichen.

Das einstmals vorwiegend linke Anliegen hat über die Jahre und im Zuge der öffentlich angeprangerten Exzesse grosse Unterstützung auch im bürgerlichen Lager und in Wirtschafskreisen gewonnen. Das heisst die Bandbreite des gegen Lohnexzesse votierenden Akteursfeldes hat sich massiv ausgeweitet.

Auf der Grundlage von Daten des Forschungsinstituts Öffentlichkeit und Gesellschaft der Universität Zürich blickt die NZZ am Sonntag vom 13.1.2013 auf die Geschichte der Abzocker-Debatte zurück. Den Artikel lesen.