Top-Themen im 3. Quartal 2015

Die Eidgenössischen Wahlen vom 18. Oktober, die Flüchtlingskrise, der drohende Austritt Griechenlands aus der Eurozone sowie die Schweizer Asylpolitik waren die prägenden Themen des dritten Quartals 2015 (vgl. Abb. 1).

Ungefähr jeder 17. Beitrag innerhalb der Schweizer Leitmedien behandelte in diesem Zeitraum eines dieser vier Themen.

Abbildung 1 zeigt die 20 Kommunikationsereignisse (KE), über die in den Schweizer Leitmedien am intensivsten berichtet wurde. Das Mass der Tendenz (rechte Spalte) zeigt, ob ein KE im Vergleich zum Vorquartal mehr oder weniger Resonanz erzielt. Der Wert +100 bedeutet, dass das KE im aktuellen Quartal neu entstanden ist.

Mit dem FIFA-Korruptionsskandal ist das Top-Ereignis (Rang6) aus dem zweiten Quartal weiterhin prominent auf der Medienagenda vertreten. Neu zu den 20 bedeutendsten Kommunikation-sereignissen zählen der VW-Abgas-Skandal, die Polemik um Bischof Vitus Huonder und die Deutsche Flüchtlingspolitik (vgl. Abb. 1). Darüber hinaus ist im Vergleich zu den Vorquartalen das Verhältnis zwischen Inlands- und Auslandsthemen ausgeglichener.

Thematische Präferenzen der Leitmedien

Die brennenden Themen zur Flüchtlingsproblematik (Flüchtlingskrise in Europa und Asylpolitik Schweiz) liegen am nächsten bei den gelben Verbindungslinien zu 20 Minuten und Tages-Anzeiger. D.h. die Tamedia-Titel schenken diesen Debatten etwas mehr Auf-merksamkeit als die NZZ und der Blick. Zudem ist 20 Minuten erneut der einzige Titel, in welchem Apple-Produkte so viel Resonanz erhalten. Der Eindruck einer am Publikum orientierten Themensetzung bestätigt sich dadurch weiter.

Abbildung 2 zeigt, je näher ein KE an der Verbindungslinie eines Mediums zum Mittelpunkt liegt, desto stärker wird es von diesem Medium bewirtschaftet (bspw. Eurokrise / NZZ). Je näher ein KE bei einem Medium liegt, desto exklusiver wird es von diesem Medium bewirtschaftet (bspw. Apple-Produkte / 20 Minuten).

Den ausführlichen Bericht lesen:

Medienagenda 3/2015 (PDF, 396 KB)