Über CheckNews
Das fög und IQES online betreiben seit 2022 das gemeinnützige CheckNews-Projekt.
Das mehrfach ausgezeichnete Projekt will die inhaltlichen Medienkompetenzen von Jugendlichen mit innovativen Lernangeboten fördern.
CheckNews bietet digital vernetzte Lehr- und Lernumgebungen und ist damit Teil eines Paradigmenwechsels in der Medienbildung.
CheckNews: Lernumgebungen, die ein interaktives, problemorientiertes Lernen mit authentischen und aktuellen Medienbeiträgen ermöglichen
Was zeichnet CheckNews aus?
Das CheckNews-Projekt auf IQES online (www.CheckNews.info) stellt einen Paradigmenwechsel in der Medienbildung dar. Im Gegensatz zu traditionellen Ansätzen, die häufig theorielastig und statisch sind, entwickelt CheckNews dynamische und praxisorientierte Lernumgebungen. Diese zeichnen sich dadurch aus, dass sie aktuelle Entwicklungen aufgreifen und in praktische Lernerfahrungen übersetzen.
Methodische Innovation
Das von CheckNews entwickelte System mit Kartensets, authentischen Quellen und differenzierten multimedialen Inhalten öffnet die didaktische Herangehensweise an die Medienbildung. Statt fixer Unterrichtseinheiten bietet es modulare Unterrichtsszenarien, die sich flexibel an die Bedürfnisse verschiedener Lerngruppen anpassen lassen. Die Lehrpersonen können unterschiedliche Lernmethoden integrieren und ihre Unterrichtsgestaltung situativ anpassen. Diese Flexibilität ermöglicht adaptive Lernprozesse
Aktualität und Relevanz
Die besondere Stärke des kostenfreien Programms liegt in seiner konsequenten Orientierung an der aktuellen Medienrealität. Während herkömmliche Lehrmaterialien oft mit veralteten oder konstruierten Beispielen arbeiten, nutzt CheckNews aktuelle Themen aus der Lebenswelt der Jugendlichen. Die Schülerinnen und Schüler analysieren reale Social-Media-Diskurse und setzen sich mit aktuellen gesellschaftlichen Debatten auseinander. Dadurch entsteht eine direkte Verbindung zu ihrer eigenen Mediennutzung, was die Motivation und den Lernerfolg deutlich steigert.
Offenes Lernen
Eine weitere Innovation liegt in der konsequenten Umsetzung offener Lernumgebungen. Anstelle von frontaler Wissensvermittlung setzt CheckNews auf selbstgesteuerte Lernprozesse und projektbasiertes Arbeiten an realen Fällen. Die Schülerinnen und Schüler arbeiten in Gruppen an konkreten Problemstellungen und lernen voneinander. Dieser Ansatz fördert nicht nur die Medienkompetenz, sondern auch soziale und methodische Fähigkeiten.
Adaptivität
CheckNews ist als dynamisches System konzipiert, das kontinuierlich weiterentwickelt werden kann. Das Konzept ermöglicht die Integration neuer Medienformen und Themen (wie KI) sowie die Anpassung an sich verändernde Desinformationstechniken. Die Kollaborationsmöglichkeiten können ausgebaut und die digitalen Werkzeuge erweitert werden, wodurch das Programm auch zukünftigen Anforderungen gerecht wird.
Journalistische Expertise
Ein zentrales Alleinstellungsmerkmal des Programms ist die systematische Einbindung von Medienprofis. Durch die direkte Interaktion mit praktizierenden Journalist:innen erhalten die Lernenden authentische Einblicke in redaktionelle Prozesse. Sie lernen praktische Recherchemethoden kennen und erleben, wie professionelles Faktchecking funktioniert. Diese unmittelbare Verbindung zur journalistischen Praxis schafft ein tieferes Verständnis für qualitativ hochwertige Medienarbeit.
Medienkompetent durch produktives Medienhandeln
CheckNews fördert Medienmündigkeit mit zwei Strategien: (1) Schüler:innen gestalten in Projekten eigene Medienbeiträge. (2) Sie setzen sich als Rezipient:innen mit einer Vielfalt an Medienbeiträgen kritisch auseinander. Beiden Strategien liegt die Erfahrung zugrunde, dass erst aktive Mediennutzung und produktives Medienhandeln zu Lernprozessen führen, die für Kinder und Jugendliche motivierend sind und sie befähigen, mündig und souverän mit Medien umzugehen.
Bedeutung für die Medienbildung
Mit seinem innovativen Ansatz eröffnet CheckNews neue Perspektiven für eine zeitgemäße Medienbildung an Schulen. Das Programm zeigt, dass der Weg von statischen Lehrmitteln zu dynamischen Lernumgebungen führen muss. Die gelungene Verbindung von authentischer Praxiserfahrung, flexiblen Lernwegen und digitaler Innovation schafft ein Modell, das als Vorbild für die Weiterentwicklung der schulischen Medienbildung dienen kann.
Nachhaltige Kompetenzen
Das Programm zielt auf die Entwicklung dauerhafter Kompetenzen ab. Die Lernenden entwickeln nicht nur kritische Analysefähigkeiten, sondern erwerben auch praktische Recherche- und Bewertungskompetenzen. Die vermittelten Strategien und Werkzeuge sind direkt auf die reale Mediennutzung übertragbar, was die Nachhaltigkeit des Gelernten sicherstellt.
Die besondere Stärke von CheckNews liegt in seiner Fähigkeit, theoretisches Wissen mit praktischer Anwendung zu verbinden und dabei die Lebenswelt der Jugendlichen ernst zu nehmen. Durch diesen ganzheitlichen Ansatz trägt CheckNews wesentlich zur Entwicklung einer kritischen und reflektierten Medienkompetenz bei, die in der heutigen digitalen Gesellschaft von entscheidender Bedeutung ist.
Lernumgebungen zur Förderung von Medienkompetenz
Lernen mit Medien – aktuelle Themen
In dieser Lernumgebung setzten sich Jugendliche mit aktuellen Themen aus ihrem Alltag und der Gesellschaft auseinander. Sie vergleichen Beiträge aus klassischen und sozialen Medien, entwickeln eigene Perspektiven und erstellen selbst Medienbeiträge. So werden kritisches Denken, aktive Beteiligung und ein souveräner Umgang mit digitalen Medien gefördert.
Alles Fake – oder was?
In dieser Lernumgebung lernen Jugendliche Strategien kennen, um Fake News, manipulierte Bilder und erfundene Zitate zu entlarven und Informationen kritisch zu überprüfen. Dabei erfahren sie, wer von Desinformation profitiert und wie sie sich vor ihnen schützen können. So stärken sie ihre Urteilskraft und entwickeln sich zu kompetenten Faktencheckerinnen und Faktencheckern.
Social Media – wie Jugendliche sie nutzen
In dieser Lernumgebung setzen sich Jugendliche mit der Bedeutung von Instagram, TikTok, Snapchat und Co. für ihren Alltag auseinander und beleuchten sowohl die Faszination als auch mögliche Gefahren sozialer Medien. Dabei reflektieren sie ihr eigenes Nutzungsverhalten und erfahren, wie sie Social Media bewusst und verantwortungsvoll einsetzen können.
Die Medien – wie Journalist:innen arbeiten
In dieser Lernumgebung erhalten Jugendliche Einblicke in die Arbeitsweise von Journalist:innen und erfahren, wie professionelle Recherchen und Interviews durchgeführt werden. Sie beschäftigen sich mit verschiedenen journalistischen Darstellungsformen und den Qualitätsmerkmalen von Reportagen, Berichten und weiteren Textsorten. Das erworbene Wissen wenden sie praktisch an, indem sie selbst recherchieren und eigene Medienbeiträge produzieren.
Lernen über Künstliche Intelligenz
In dieser Lernumgebung setzen sich Jugendliche mit dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz in verschiedenen Lebensbereichen auseinander und untersuchen deren Auswirkungen auf Menschen und Gesellschaft. Dabei beleuchten sie sowohl die Chancen als auch die Risiken von KI und beschäftigen sich mit der Frage, wie eine Zukunft mit Künstlicher Intelligenz verantwortungsvoll gestaltet werden kann. Die KI-Schule ist ein Beispiel für eine Lernplattform auf der Lernumgebung, die Jugendliche dabei unterstützt, KI-Kompetenzen aufzubauen und sich kritisch und reflektiert mit generativer KI auseinanderzusetzen.
Ziele von CheckNews
- Jugendliche (Zielgruppe 12-19 Jahre) können mündig, kritisch und souverän mit Medien umgehen und als RezipientInnen wie auch als ProduzentInnen von Medienbeiträgen am gesellschaftlichen, kulturellen und politischen Leben teilnehmen.
- Die Lehrpersonen werden mittels guten, aktuellen und jugendgerechten Lehr- und Lernmaterialien in die Lage versetzt, einen attraktiven, Kompetenzen fördernden Unterricht zu gestalten.
Förderpartner von CheckNews
Aktuell wird das Projekt von der Doelker Tobler Stiftung, der Beisheim Stiftung, der Vontobel Stiftung, der Binding Stiftung, der Ernst Göhner Stiftung und dem Schweizerischen Nationalfonds unterstützt.
Von 2022–2025 unterstützten das Projekt die Stiftung Mercator Schweiz, die Vontobel Stiftung, die Beisheim Stiftung und die Gottfried und Ursula Schäppi-Jeckin Stiftung sowie der SNF Agora Schweizerische Nationalfonds.
Darüber hinaus bestreiten die beiden Projektpartner fög und IQES im Sinne eines zivilgesellschaftlichen Engagements größere Teile der Projektkosten aus Eigenmitteln.