Header

Suche

Ein Vergleich der Inhalte von Schweizer Printmedien

Die Printmedien waren in der Schweiz lange Zeit die wichtigste Informationsquelle, insbesondere im Hinblick auf lokale und regionale Themen. In den letzten Jahren hat ihre Bedeutung jedoch deutlich abgenommen. Der Anteil der Personen, die sie regelmässig nutzen, geht kontinuierlich zurück, mit entsprechenden Auswirkungen auf die wirtschaftliche Situation der Presse. Die Mediennutzung verschiebt sich immer mehr in den Onlinebereich. Es ist davon auszugehen, dass viele Inhalte primär digital ausgespielt werden und gedruckte Zeitungen nur noch ausgewählte Inhalte anbieten.

Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, wie sich die Presse in der Schweiz inhaltich entwickeln wird. Im Auftrag des BAKOM hat das fög untersucht, wie sich der Umfang der Berichterstattung von Schweizer Printmedien zwischen 2015 und 2024 entwickelt hat, über welche Themenbereiche berichtet wurde sowie welche Entwicklungen und Themenverschiebungen erkennbar sind.

Die Analyse zeigt, dass die Anzahl publizierter Beiträge insgesamt zwar zurückgegangen ist, die einzelnen Artikel aber gleichzeitig länger geworden sind. Die Presse entwickelt sich zunehmend zu einem kuratierten Produkt: Während die Onlineformate über aktuelle Meldungen informieren, enthalten Printprodukte weniger Kurzmeldungen und Agenturbeiträge. Politik gewinnt an Gewicht, Human-Interest-Themen gehen zurück. Die Schweiz rückt stärker in den Fokus, internationale Themen verlieren an Bedeutung - mit Ausnahme der Politikberichterstattung. Diese Trends sind bei allen Medientypen sichtbar, mit unterschiedlichen Ausprägungen. Insgesamt gibt es nach wie vor ein thematisch breites und differenziertes Angebot am Pressemarkt. 

Die gesamte Analyse ist auf der Webseite des Bundesamts für Kommunikation BAKOM zu finden.