Social Media-Studie: Twitter-Gebrauch von Redaktionen und Journalisten in der Schweiz

Die Analyse zeigt, dass Twitter von Redaktionen primär als Werbekanal genutzt wird. Redaktionen verweisen über ihre Twitter-Accounts fast ausschliesslich auf „hauseigene“ journalistische Beiträge.

Themenvielfalt der Tweets

Die individuellen journalistischen Twitter-Accounts zeichnen sich dagegen durch eine grössere Umweltoffenheit aus. Individuell twitternde Journalisten decken ein breiteres Quellenspektrum ab und verweisen häufiger auf Beiträge der Konkurrenz. Ebenso sind ihre Tweets thematisch vielfältiger (vgl. Abbildung).

So spielen für individuell twitternde Journalisten insbesondere auch Medienthemen und medienkritische Fragen eine weit wichtigere Rolle als in traditionellen Medien.

Insofern bildet Twitter für Journalisten, nicht aber für die Medienorganisationen insgesamt, eine Art Gegenöffentlichkeit für medienpolitische und medienkritische Fragestellungen.

Allerdings zeigt sich auch bei den Journalisten eine „Beisshemmung“ gegenüber publizistischen Produkten aus dem eigenen Haus. Und darüber hinaus diffundieren medienkritische Voten aus der Sphäre der sozialen Medien kaum in die leitmediale Öffentlichkeit und bleiben dadurch in ihrer Beachtung und Wirkung stark limitiert.

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