Jahrbuch

Jahrbuch Qualität der Medien

Das Jahrbuch Qualität der Medien 2018 erscheint in Kürze. Die Publikation wird am Montag, 22. Oktober 2018 im Rahmen einer Medienkonferenz dem interessierten Publikum vorgestellt. Melden Sie sich jetzt an.

Auch in diesem Jahr findet neben der Ergebnispräsentation ein Talk zu Medienqualität statt. Es diskutieren Arthur Rutishauser (Chefredaktor Redaktion Tamedia / SonntagsZeitung), Beat Glogger (Wissenschaftsjournalist, Gründer higgs), Jacqueline Badran (Nationalrätin) und Mark Eisenegger (Institutsleiter des fög) unter der Leitung von Salvador Atasoy (Moderator, Redaktor SRF).

Wo: Hotel Bellevue Palace, Bern

Wann: 22. Oktober 2018, 10.15 Uhr

Die Ausgabe 2018 enthält erneut wichtige Kennzahlen über das Schweizer Medienwesen und ordnet aktuelle Entwicklungen in einen grösseren Kontext ein. Insgesamt wurden 66 Schweizer Informationsmedien einer Qualitätsanalyse unterzogen.

Wozu das Jahrbuch

Das Jahrbuch Qualität der Medien ist eine informative Quelle für Medienschaffende, Füh­rungskräfte aus Politik und Wirtschaft, für die Wissenschaft und alle, die sich mit der Entwicklung unserer Medien und deren Inhalten auseinandersetzen wollen. Es will das Bewusstsein für die Qualität der Medien stärken die Diskussion über den Wandel unserer medialen Öffentlichkeit anregen.

Das Qualitätsverständnis

Das Qualitätsverständnis, auf dem dieses Jahrbuch seit seinem erstmaligen Erscheinen im Jahr 2010 beruht, leitet sich aus den Grundvoraussetzungen einer funktionierenden Demokratie ab. Diese Leistungskriterien sind gesellschaftlich breit verankert. Sie finden sich in den gesetzlichen Anforderungen an den öffentlichen und privaten Rundfunk mit Leistungsauftrag, in den Leitbildern des professionellen Journalismus, in den Satzungen von Presse- und Medienräten und in sozialwissenschaftlichen Theorien zur Qualitätsanalyse.

Die normativen Leistungskriterien wurden in vier allgemein anerkannte Qualitätsdimensionen, nämlich Relevanz, Vielfalt, Einordnungsleistung und Professionalität übersetzt.

Die Qualitätsdimension Relevanz gründet auf dem Prinzip, dass in der öffentlichen Kommunikation das Allgemeine gegenüber dem Partikulären und das Gesellschaftliche gegenüber dem Privaten Vorrang haben. Entsprechend interessiert das Verhältnis von Hardnews gegenüber Softnews oder das Gewicht von Beiträgen über institutionelle Vorgänge gegenüber Personenberichterstattung.

Die Qualitätsdimension Vielfalt leitet sich davon ab, dass kein Thema, keine Meinung und kein Akteur prinzipiell von der öffentlichen Kommunikation ausgeschlossen werden soll. Deshalb ist eine vielfältige Berichterstattung ein unabdingbares Qualitätserfordernis. In diesem Jahrbuch wird jene Form öffentlicher Kommunikation als besonders vielfältig erachtet, bei der aus vielen verschiedenen inhaltlichen und geografischen Blickwinkeln über das Geschehen berichtet wird.

Die Qualitätsdimension Einordnungsleistung bezieht sich auf den Anspruch, dass Medien über die reine Meldung aktueller Ereignisse hinaus eine Einordnung der Geschehnisse leisten. Diese Einordnung entsteht bei der Einbettung aktueller Ereignisse in längerfristige Entwicklungen und thematische Zusammenhänge.

Die Qualitätsdimension Professionalität wird als notwendige Voraussetzung zur Erfüllung der theoretisch begründeten Leistungsfunktionen öffentlicher Kommunikation verstanden und gründet im Selbstverständnis der journalistischen Profession. Als Indikatoren, an denen die Professionalität der Berichterstattung inhaltsanalytisch bemessen wird, dienen u.a. Sachlichkeit, Quellentransparenz und der Grad an Eigenleistung.

Wer steht hinter dem Jahrbuch Qualität der Medien?

Verantwortlich für das Jahrbuch ist das fög – Forschungsinstitut Öffentlichkeit und Gesellschaft. Das Jahrbuch ist Produkt des langjährigen Strebens, die interdisziplinären Fähigkeiten und die Infrastrukturen zu erlangen, um die öffentliche Kommunikation als wichtigsten Zugang zur Analyse des gesellschaftlichen Wandels zu erschliessen.

Der Entschluss wurde durch die unabhängige und gemeinnützige Kurt Imhof Stiftung für Medienqualität (ehem. Stiftung Öffentlichkeit und Gesellschaft) bestärkt, die sich für das Vorhaben einsetzt.

Erleichtert und angespornt wurde das Projekt durch das bisher einzige Vorbild, die imponierende jährliche Dokumentation "The State of the News Media. An Annual Report on American Journalism", die durch die Stiftung Project for Excellence (PEW) in den USA finanziert wird.

Das Jahrbuch unterstützen

Donate für die Stiftung Öffentlichkeit und Gesellschaft können überwiesen werden auf:

IBAN CH28 0070 0110 0019 9753 1

Bei Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.