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Abstimmungsmonitor September 2026

Am 27. September 2026 entscheidet die Schweiz über die Neutralitätsinitiative und die Ernährungsinitiative. Der Schlussbericht des Abstimmungsmonitors zeigt, wie stark die Medien über die beiden Vorlagen berichten und wie sie diese bewerten. Untersucht wurden 646 Medienbeiträge aus der Deutschschweiz und der Suisse romande.

Neutralitätsinitiative dominiert die Berichterstattung

Die Neutralitätsinitiative erhält mit 523 Beiträgen rund dreimal so viel Resonanz wie die Ernährungsinitiative mit 170 Beiträgen. Im Vergleich mit Abstimmungen seit 2018 verfehlt sie nur knapp die zehn resonanzstärksten Vorlagen. Die Ernährungsinitiative gehört dagegen zu den zehn Vorlagen mit der geringsten Resonanz.

Die Tonalität der Berichterstattung ist gegenüber beiden Initiativen negativ: Sie liegt bei –22 Punkten für die Neutralitätsinitiative und bei –13 Punkten für die Ernährungsinitiative. Fünf Wochen vor der Abstimmung erreicht die Berichterstattung zur Neutralitätsinitiative einen deutlichen Höhepunkt.

SVP gegen ein breites Nein-Lager

Bei der Neutralitätsinitiative entfallen 25 Prozent der erfassten Akteursaussagen auf die SVP. Sie und die Organisation Pro Schweiz äussern sich deutlich zustimmend. Klar im Fokus der Berichterstattung steht dabei Alt-Bundesrat und SVP-Politiker Christoph Blocher. Auf der Gegenseite stehen der Bundesrat, mehrere Parteien sowie viele Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und Expertinnen und Experten. In der Berichterstattung geht es insbesondere um Sanktionen gegen Russland und die sicherheitspolitische Zusammenarbeit mit europäischen Ländern angesichts der wahrgenommenen Bedrohung durch Russland. 

Ziele der Ernährungsinitiative stossen teilweise auf Verständnis

Bei der Ernährungsinitiative erhalten Stimmen aus der Zivilgesellschaft mit 32 Prozent der Akteursaussagen besonders viel Aufmerksamkeit, mit starker Fokussierung auf die Initiantin Franziska Herren. Viele Kritikpunkte richten sich weniger gegen die Ziele der Initiative als gegen deren Umsetzung. Zu den sichtbaren Gegnerinnen und Gegnern gehören die Grünen und der Bauernverband. 

Weitere Ergebnisse und Einordnungen finden Sie hier: 

Schlussbericht des Abstimmungsmonitors September 2026. (PDF, 2 MB)

Alle vorherigen Abstimmungsmonitore finden Sie hier: 

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