Reputationsmonitor Politik

Reputationsmonitor Politik

Der Reputationsmonitor Politik erhebt und vergleicht fortlaufend die Reputation der Parteien mit Sitz in National- oder Ständerat in zentralen Leitmedien der Schweiz.

27. April 2017 / Bericht 2/2017: SP überholt FDP im Reputationsranking

Die SP ist die Partei der Stunde und kann dank dem Erfolg im Abstimmungskampf zur USRIII an Reputation zulegen. Sie überholt damit die FDP und steht neu an der Spitze des Reputationsrankings. Was die mediale Beachtung betrifft, bleibt aber die SVP das Mass der Dinge. Eine Vertiefungsanalyse zeigt, dass die Juso die mit Abstand am meisten beachtete Jungpartei ist. Im Gegensatz zu den anderen Jungparteien kann sie sich mit provokativen Aktionen, eigenen politischen Initiativen und über Konflikte mit der Mutterpartei profilieren.

17. Januar 2017 / Bericht 1/2017: SVP dominiert auch 2016 die Medienarena

Die SVP ist auch 2016 die mit Abstand am häufigsten thematisierte Partei in den Schweizer Leitmedien. Sie wird zwar überwiegend negativ bewertet, verschafft sich aber mit ihren Kernthemen hohe Beachtung. An Aufmerksamkeit zulegen konnte vor allem die SP, während die FDP weniger Resonanz erhielt. Die Analyse der Facebook-Auftritte der Parteien zeigt, dass auch hier die SVP die Nase vorne hat: Ihr gelingt es am besten die Nutzer zu aktivieren. Das meistdiskutierte Ereignis auf Facebook war die Durchsetzungsinitiative der Volkspartei.

6. Dezember 2015 / Bericht 3: SVP-Bundesratskandidaten können in der Medienarena nur bedingt überzeugen

Die offiziellen Kandidaten der SVP überzeugen in der öffentlichen Wahrnehmung nicht restlos. Laut Medien erfüllen sie das Profil für die Nachfolge von Bundesrätin Widmer-Schlumpf nur bedingt. Die Berichterstattung zu Bundesrats- und Ständeratswahlen insinuiert, dass der SVP, im Gegensatz zu FDP, CVP und SP, bisweilen mehrheitsfähiges Personal fehlt. Das Vorgehen zur Nomination der Bunderatskandidaten belastet zwar punktuell die Reputation der SVP, als Gewinnerin der Nationalratswahlen kann sie insgesamt aber deutlich zulegen.

Für diese Ausgabe wurde die mediale Beachtung und Bewertung der offiziellen SVP-Bundesratskandidaten und als Vergleichsgrösse weitere medial verhandelte Kandidaten für den Zeitraum 16. – 3. Dezember erhoben. Datenbasis sind 124 Medienbeiträge und 303 Kandidatencodierungen. Das Mediensample umfasst die Zeitungen Blick, Le Matin, Le Temps, NZZ, Tages-Anzeiger, 20 Minuten sowie die Fernseh- und Radiosendungen Tagesschau, 10 vor 10, Echo der Zeit und Rendez-Vous von SRF.

11. Oktober 2015 / Bericht 2: SP gewinnt im September an Prominenz

Die SVP erhält im Wahljahr 2015 unverändert am meisten mediale Aufmerksamkeit und konnte ihren Anteil im September nochmals leicht erhöhen. Resonanzseitig am stärksten zulegen konnte aktuell indes die SP, deren Reputationswerte sich zudem deutlich verbessert haben. Thematisch bleibt die Migration das dominierende Thema und wird mit einem Berichterstattungsanteil von über 60% klar von der SVP bestimmt. An Bedeutung gewonnen haben auch soziale Themen, insbesondere die parteipolitisch bisher vernachlässigte Reform der Altersvorsorge.

Fast jeder dritte erfasste Beitrag thematisiert die SVP

Für diese Ausgabe wurde die Berichterstattung im Zeitraum 1.1.2015 bis 30.9.2015 analysiert. Total wurden 5‘547 Parteinennungen codiert. Das Mediensample umfasst die Zeitungen Blick, Le Matin, Le Temps, NZZ, Tages-Anzeiger, 20 Minuten sowie die Fernseh- und Radiosendungen Tagesschau, 10 vor 10, Echo der Zeit und Rendez-Vous von SRF. Für diesen zweiten Bericht wurde das Mediensample um die aufgelisteten elektronischen Medien erweitert und rückwirkend bis 1. Januar 2015 erfasst.

4. September 2015 / Bericht 1: SVP dominiert im Wahljahr die Medienagenda

Die Analyse zeigt u.a folgende Befunde:

  • Der Vergleich von Medienresonanz und Wähleranteilen, basierend auf den nationalen Wahlen von 2011 zeigt, dass vor allem SVP und FDP ein mediales Übergewicht haben. Demgegenüber ist die SP im Vergleich zu ihrem Wähleranteil untervertreten. Geringe Resonanz erhält die BDP. Die mediale Beachtung von Grünen und GLP, entspricht in etwa ihrer Parteienstärke.
  • Knapp die Hälfte der Berichterstattung befasst sich mit den inhaltlichen Themen der Parteien, d.h. mit politischen Sachfragen. Dabei erhält das Politikfeld Migration am meisten mediale Aufmerksamkeit. Die vereinseitigte Fokussierung auf Migration, welche sich im August weiter akzentuiert, verdrängt Fragen wie die Klärung des Verhältnisses zu EU oder Altersvorsorge fast vollständig von der politischen Agenda und illuminiert vor allem die SVP.

Für die erste Ausgabe wurde die Berichterstattung im Zeitraum 1.1.2015 bis 31.8.2015 analysiert. Total wurden 4343 Parteinennungen codiert. Das Mediensample umfasst die Zeitungen Blick, Le Matin, Le Temps, NZZ, Tages-Anzeiger und 20 Minuten.


Der Reputationsmonitor Politik wird gemeinsam vom fög – Forschungsinstitut Öffentlichkeit und Gesellschaft der Universität Zürich und commsLAB AG, einer unabhängige Beratungsfirma, die auf die Entwicklung und Bewirtschaftung von Organisationsprofile spezialisiert ist, herausgegeben. Der Reputationsmonitor Politik wird aus eigenen Mitteln finanziert.